Der Bundesverbandes Steinbeis für Mediation, Supervision und Coaching setzt sein Engagement für gelingende Konfliktkultur und demokratische Bildung in Schulen mit einem neuen, wegweisenden Projekt fort: „10 Friedensschulen für Leipzig“. In Kooperation mit der comedu GmbH aus Berlin werden ab Herbst 2025 zehn Leipziger Grundschulen auf ihrem Weg zu mehr Partizipation, Achtsamkeit und Konfliktfähigkeit begleitet.
Das Projekt richtet sich an Leipziger Grundschulen, die sich mutig auf den Weg machen möchten, ihre pädagogische Praxis weiterzuentwickeln und Kinder wie Erwachsene darin zu stärken, Konflikte friedlich und verantwortungsvoll zu klären. Projektleitung ist unser Vorstandsmitglied Dr. Christa Schäfer.
Unser Verband zeigt Haltung
Der Bundesverbandes Steinbeis für Mediation, Supervision und Coaching setzt seit vielen Jahren auf die Förderung von Schulmediation als wirksames Instrument für konstruktiven Umgang mit Konflikten im Schulalltag. Ein sichtbares Zeichen dieses Engagements ist die Unterstützung des jährlichen Schulmediationskongresses, der bundesweit Fachkräfte zusammenbringt und als Impulsgeber für neue Entwicklungen in Schule und Bildungsarbeit gilt. Mit dem Projekt „10 Friedensschulen für Leipzig“ geht der S Verband nun einen weiteren Schritt: hin zu konkreter, langfristiger Veränderung in Bildungsinstitutionen in Leipzig.
Vorstellung des Projektes
Im Zentrum des Projekts „10 Friedensschulen für Leipzig“ steht die Idee, Friedensarbeit konkret, kreativ und nachhaltig in den Grundschulalltag zu integrieren. Jede teilnehmende Schule durchläuft dazu ein mehrstufiges Modell:
- Zwei pädagogische Fachkräfte aus dem Kollegium nehmen an einer fundierten Schulung teil. Sie werden befähigt, Friedensarbeit langfristig in der Einrichtung zu verankern.
- Eine Schulklasse (dritte oder vierte Klassenstufe) wird praxisnah in der Methode der Friedensbrücke geschult – einem kindgerechten Weg, Konflikte zu benennen, Gefühle zu äußern und gemeinsam Lösungen zu finden.
- Ziel ist, dass die dabei entstandenen Haltungen und Impulse künftig in der ganzen Schule Fuß fassen – durch Weitergabe, Vorbildwirkung und gezielte schulinterne Verankerung.
Ein zentrales Element des Projekts soll die jährliche Durchführung eines Friedensprojekts werden, das die Auseinandersetzung mit Frieden und Konflikt öffentlich sichtbar macht. Ob Kunstprojekt, Lied, Theaterstück, Ausstellung, Aktionstag oder anderes – die Formen sind offen, der Gedanke bleibt: Frieden beginnt im Kleinen – und wächst durch Ausdruck und Beteiligung.
Langfristig soll der Gedanke der Friedensschule fest in der Einrichtung verankert werden – z. B. im Schulprogramm, im Leitbild, am Schuleingang oder auf der Website. So wird Friedensarbeit sichtbar, verbindlich und lebendig – für Schüler:innen, Kollegium, Eltern und das Umfeld.
Meilensteine im Projekt
Am 22.09.2025 – passend zum Tag des Friedens – hat die Eröffnungsveranstaltung zum Projekt stattgefunden. Alle Teilnehmenden begrüßen die Idee und sind hochmotiviert, mit ihrem Engagement das Konzept der “Friedensschulen für Leipzig” lebendig werden zu lassen.
Mitte November fand unter Leitung von Dr. Christa D. Schäfer ein zweitägiges Training der Pädagog:innen und Multiplikator:innen der teilnehmenden Schulen statt. Die Teilnehmenden haben praxisnahe Methoden der Friedensarbeit und Konfliktbearbeitung kennengelernt. Schritt für Schritt wurden sie darin geschult, die Friedensbrücke im Unterricht und Schulalltag einzusetzen. Sie werden somit befähigt, Kinder sicher durch diesen Prozess zu begleiten. Hochmotiviert bringen alle Pädogog:innen ihre Trainingserfahrungen nun in den Praxistransfer ihrer Schulen.
Haben Sie als Grundschule Interesse am Konzept der Friedensschulen?
Alle weiteren interessierten Grundschulen in Leipzig und Umgebung können jederzeit Kontakt zu den Projektverantwortlichen Dr. Christa D. Schäfer und Ulrike Arndt aufnehmen unter schulmediation[at]steinbeis-mediationsforum.de
